Das hatte sich das Trainergespann Sven Pampel und Mike Franke bestimmt ganz anders vorgestellt, schöne Spielkombinationen, Lauf- und Zweikampfstärke, Torgefahr, halt alles was die Mannschaft in den letzten Spielen zelebrierte. Allerdings war der SVC an diesem Tag, auf dem kleinen Lößnitzer Ascheplatz, meilenweit davon entfernt.
Gleich zu Beginn übernahm Lößnitz die Regie, hatte die bessere Raumaufteilung, ging konzentrierter in die Zweikämpfe und war immer einen Schritt schneller am Ball. Cainsdorf, ohne den gewohnten Platz zum kompinieren, wirkte nervös und unsicher. So gingen die Platzherren schon in der 5. Minute in Führung. Nach einem katastrophalen Fehler von Fischer bei der Ballannahme, eroberte der Lößnitzer Kunz den Ball und sein Schuss aus knapp 25 Metern schlug erst an der Lattenunterkante und dann hinter Keeper Stenzel im Cainsdorfer Kasten ein. Das weitere Spiel wurde überwiegend im Mittelfeld geführt, kaum Torraumszenen von Torgefahr schon garnicht zu reden. Die beste Chance auf Cainsdorfer Seite hatte Tom Schneider, dessen scharf angeschnittener Eckball von der linken Seite klatschte aber leider an den kurzen Pfosten. Besser machten es die Gastgeber, die ein Gewühl im Cainsdorfer Strafraum nutzten, um den Ball zum 2:0 über die Linie zu bugsieren (38.).
Die zweite Halbzeit war ein Abbild der ersten. Kampf und Krampf im Mittelfeld oder lang geschlagene Bälle die von den Abwehrreihen abgefangen wurden. Dem Niveau der Partie passte sich schließlich auch noch der Schiedsrichter an, der mit fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten Verwirrung stiftete. Eine dieser führte zur glatt roten Karte für Fischer (65.), der während eines Freistoßes für Cainsdorf, eine Tätlichkeit begangen haben sollte. Leider hatte das nur der Schiri gesehen.
Kurz vor Spielende hätte Lößnitz fast auf 3:0 erhöht, doch den Schuss aus 20 Metern auf das lange Eck entschärfte Libero Tim Schneider auf der Linie. Der beste Angriff der Cainsdorfer führte in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer. Nach einem Solo von Sadegi wurde dieser im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elmeter verwandelte Pätz sicher (90.+1). (RI)